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Kyven — Humable AI
Über

Werdegang.

Eine kurze Version dessen, wie ich dort gelandet bin, wo ich heute stehe.

Portraitfoto

wetter.at

Mit 23 habe ich wetter.at gegründet — eine der ersten Wetter-Plattformen im deutschsprachigen Raum. Aufgebaut in einer Zeit, in der Webentwicklung im Alleingang noch bedeutete, Server selbst zu administrieren und Perl von Hand zu schreiben.

Das Portal wurde wenige Jahre später an einen Verlag übergeben und läuft dort bis heute. Für mich war es die Schule, in der ich gelernt habe, dass zwischen technischer Machbarkeit und Betrieb unter Last eine Schlucht liegt.

24 Jahre Konzern

Im Anschluss übernahm ich die IT-Leitung in einer österreichischen Chemie-Konzerntochter — ein Betrieb, der Hohlfasermembranen für Gasseparation herstellt. 250 Mitarbeiter, Seveso-III, international regulierte Märkte.

Die Verantwortung wuchs über die Jahre: erst IT-Infrastruktur, dann Prozessdaten und Integration in die Konzernsysteme. Später gewerberechtlicher Geschäftsführer des Standorts und Datenschutzbeauftragter. Die Arbeit im Spannungsfeld zwischen Produktion, Labor und Konzern-IT hat mich gelehrt, welche Systeme überleben — und welche nach dem ersten Audit zurückgebaut werden müssen.

Der Weg zur KI-Praxis

Der Einstieg in die KI kam nicht aus einem Hype, sondern aus konkreten Fragen: Können wir Qualitätsabweichungen früher erkennen? Können wir unsere Prozess-Dokumentation lokal durchsuchbar machen, ohne Cloud-Dienste? Können wir Messreihen auf Muster prüfen, die Kontrollkarten nicht sehen?

Daraus ist schrittweise eine eigene Infrastruktur entstanden: Qwen 72B via vLLM als lokales Sprachmodell, XGBoost- und LSTM-Modelle auf Prozessdaten, TimescaleDB als Zeitreihenspeicher, MLflow zur Modellverwaltung. Der Weg dorthin war autodidaktisch — Papers gelesen, Foren beobachtet, selbst gebaut, wieder verworfen.

Genau diese Erfahrung ist das, was ich weitergebe. Nicht die Theorie, sondern die Entscheidungen, die man unterwegs trifft.

Privat

Wohnhaft in Oberösterreich, Familie, zwei Kinder. Außerhalb der Arbeit: Laufen, Segeln am Attersee, gelegentlich Swift-Code für ein iOS-Projekt, das nie fertig wird.

Nächster Schritt.

Wenn Sie mit einem konkreten Vorhaben im Kopf lesen: ein 30-Minuten-Gespräch ist der kürzeste Weg, um herauszufinden, ob es passt.